| Velorouten |
|
|
|
| Geschrieben von: Jürgen Hentschke |
| Donnerstag, den 04. März 2010 um 22:56 Uhr |
|
Velorouten für Ahrensburg - ein Beitrag zur Förderung des Fahrradverkehrs
Vorschlag des ADFC Ahrensburg für ein Januar 2010
Das Veloroutennetz
Velorouten für Ahrensburg - ein Beitrag zur Förderung des Fahrradverkehrs
1. Vorwort
Die Stadt Ahrensburg im Süden des Kreises Stormarn eignet sich aufgrund ihrer Größe, des Geländes und des Klimas bevorzugt zum Radfahren. Eine Durchquerung der maximal 5 km großen Stadtachse in einer Richtung dauert ca. 30 min, natürliche Steigungen kommen kaum vor und es herrscht das ganze Jahr lang ein überwiegend mildes Klima ohne große Extreme. Damit liegen geradezu ideale Bedingungen vor, um viele innerstädtische Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Schon heute nutzen viele Bürger diese Möglichkeiten.
Ein dichtes Netz von Neben- und Wohnstraßen sowie Wegen für den Fuß- und Radverkehr bietet darüber hinaus eine hervorragende Infrastruktur, die für die Entwicklung des Alltags- und Freizeitverkehrs ausgebaut werden kann.
Im September 2008 gründete sich die Ortsgruppe Ahrensburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit dem Ziel, die Bedingungen für das Fahrrad deutlich zu verbessern und die Freude am Radfahren zu fördern. Als Ergebnis dieser Arbeit wird jetzt ein Veloroutenkonzept vorgelegt, das einen konkreten Beitrag zu der kommunalpolitischen Diskussion leisten und Berücksichtigung im zu erarbeitenden "Masterplan Verkehr" finden soll. Gerade in der aktuellen Phase einer Neufassung des Flächennutzungsplans und der Notwendigkeit, zukünftig klimaschonende Mobilität zu fördern hat das Konzept eine realistische Chance, den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt neue Optionen der Fortbewegung aufzuzeigen.
2. Ziele des Veloroutenkonzepts Der vorliegende Vorschlag für ein Veloroutennetz verfolgt folgende Ziele:
• Förderung des innerstädtischen Alltagsverkehrs
Fahrradrouten sollen dem Radler möglichst zügige und komfortable Verbindungen zu wichtigen Punkten in der Stadt ermöglichen. Als wichtige Punkte sind Schulen, Gewerbegebiete, das Stadtzentrum, Freizeiteinrichtungen sowie U- und Regionalbahnhöfe zu verstehen. Auf Alltagsrouten soll der Fahrradverkehr möglichst nicht durch andere Verkehrsarten eingeschränkt werden. Das Fahren soll möglichst kreuzungsarm mit angemessener Geschwindigkeit möglich sein. Dazu sind Breite und Decke des Wegs entsprechend anzupassen. Durch die gezielte Ausweisung und den Ausbau von Alltagsrouten sollen klare Empfehlungen zur Routenwahl gegeben und so der Fahrradverkehr gebündelt werden. Damit soll das Fahrrad für die alltäglichen Wege als vollwertige Alternative zum Auto eingesetzt werden können.
• Ausweisung von Freizeitrouten
Als Fortbewegungsmittel in der Freizeit genießt das Fahrrad bereits einen guten Ruf und wird gern genutzt. Fahrradfahren in der Freizeit fördert die Entspannung, erhält die körperliche Fitness und bietet die Möglichkeit, Landschaft und Kulturstätten zu "erfahren”.
Mit der Ausweisung von Freizeitrouten soll den Bürgern und Bürgerinnen Ahrensburgs die Möglichkeit geboten werden, ungestört mit dem Rad auf Naherholungstour zu gehen. Der Standard der Wege kann niedriger als der der Alltagsrouten sein, Geschwindigkeit ist ein zweitrangiges Kriterium, Wege können gemeinsam mit Fußgängern genutzt werden. Wichtig ist die Freude an der Bewegung in der Natur.
• Anbindung an überregionale Routen
Außerhalb des Stadtgebiets verlaufen bereits zahlreiche kartierte und beschilderte Fahrradwanderwege, die in benachbarte Orte oder durch touristisch reizvolle Regionen führen. Beispiele für Kartenmaterial sind die von der Sparkasse Holstein herausgegebenen Radwanderkarten für den Kreis Stormarn sowie die ADFC-Regionalkarte “Hamburg und Umgebung” (Herausgeber: Bielefelder Verlag) und die Karte „Kreis Stormarn“ (Verlag Maiwald-Karten Norderstedt). Diese Wege sind jedoch nicht das Ergebnis einer Abstimmung unter benachbarten Orten, sondern entspringen der Planung einzelner Gruppen oder Initiativen. Durch Ahrensburg selbst verläuft außerdem kein Fernradweg.
Der ADFC Ahrensburg berücksichtigt überregionale Verbindungen nur insoweit als direkte Verbindungen in Nachbarorte aufgezeigt werden. Diese Wege bieten die Möglichkeit, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen und unterstreichen so auch Ahrensburgs Bedeutung als regionales Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Synergien mit Alltags- und lokalen Freizeitrouten werden genutzt, wo dies sinnvoll erscheint. Im Vordergrund stehen hier eine gute Beschilderung und eine sichere Wegeführung. Im Rahmen des Konzepts werden vorhandene Routen aufgenommen und wo möglich mit dem innerstädtischen Netz sinnvoll verknüpft.
3. Erläuterungen zur Methodik
Vor der Auswahl der Strecken hat der ADFC Ahrensburg sich Gedanken gemacht, welche Routen für den Fahrradverkehr wünschenswert sind und Entwicklungspotential bieten. Dabei wurde der status quo berücksichtigt und vorhandene positive Lösungen mit in das Veloroutennetz integriert. Dies betrifft im wesentlichen einige in den letzten Jahren ausgewiesene Fahrradstraßen und ausgebaute Fahrradwege entlang der Hauptstraßen.
Früher erarbeitete Konzepte wurden gesichtet und gewürdigt. Hier sind folgende Ausarbeitungen zu nennen:
Der ADFC Ahrensburg möchte mit seinem Vorschlag jedoch eigene Akzente setzen, die dem heutigen Erfordernissen entsprechen. Daher unterscheidet er sich grundsätzlich von den früheren Arbeiten. Ein Abgleich mit den vorhandenen Konzepten erfolgt am Ende dieses Dokuments.
Die Auswahl der Routen erfolgte unter Berücksichtigung folgender Kriterien:
Die ausgewählten Routen wurden von Mitgliedern des ADFC Ahrensburg befahren und auf ihre Eignung hin beurteilt. Anschließend erfolgte eine Klassifizierung in Alltags-, Freizeit- und Radwanderwege. Einige Streckenabschnitte fallen in mehrere Kategorien. Die Routen wurden in einen Stadtplan eingezeichnet und farblich getrennt markiert. In der Skizze bedeuten
Rot: Alltagsrouten - Bezeichnung „V“, Grün: Freizeitrouten und unbefestigte Wege - Bezeichnung „F“, Orange: Fernwege - Bezeichnung „R“, Blau: existierende Fahrradstraßen.
Dort, wo der ADFC Ahrensburg strukturelle Maßnahmen für erforderlich hält, werden diese in den Routenbeschreibungen genannt. Allgemein ist eine ausreichende Beschilderung der Wege nötig, damit der erwünschte Nutzungserfolg eintritt.
4. Das Routenkonzept
Ahrensburg West (westlich Aue und Bahntrasse): Das Stadtzentrum mit seinen kommunalen und kommerziellen Angeboten, drei Schulkomplexe, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Bahnhöfe, das historische Schlossensemble, der dörflich geprägte Ortsteil Wulfsdorf, das Erholungsgebiet Bredenbeker Teich, Einfamilienhausviertel und Wohnblockbebauung bilden diesen Teil der Stadt Ahrensburg. Es gibt ruhige Anwohnerstraßen, einige Fahrradstraßen und ein Netz von Wanderwegen, die zum Fahrradfahren einladen.
Obwohl es in diesem Bereich zahlreiche Alternativen und Parallelstrecken gibt, die auch fahrradtauglich sind, hat der ADFC sich auf fünf Routen (V1 – V5) konzentriert, um ein engmaschiges Netz möglichst abseits des Kfz-Verkehrs zu erstellen.
Räumlich erstrecken sich diese fünf Routen wie folgt: • V1: U-Bahn West bis Zentrum, • V2: U-Bahn West bis Schloß Ahrensburg (-Gartenholz-Gewerbegebiet Nord), • V3: Wulfsdorf bis Zentrum, • V4: Reesenbüttler Redder bis Zentrum, • V5: Buchenweg/Neubaugebiet bis Bahnhof Ahrensburg.
Bestehende Fahrradstraßen und Radwege ergänzen diese Routen, die sich sowohl für den Alltagsverkehr als auch als Zubringer zur Freizeitroute bzw. Fernrouten eignen.
Ahrensburg Süd und Ost: Das Stadtgebiet südlich der DB-Strecke gliedert sich in die drei Siedlungsbereiche Siedlung „Am Hagen“, Siedlung „Waldgut Hagen“ und den Innenstadtbereich südlich der Bahntrasse, die überwiegend aus Einfamilienhäusern auf großen Grundstücken bestehen.
Als wichtige Ziele für den Radverkehr sind der DB-Bahnhof Ahrensburg, der U-Bahnhof Ahrensburg Ost, die Grundschulen "Am Aalfang", "Am Hagen", zwei Kindergärten und die Stormarn-Schule zu nennen. Darüber hinaus liegt das Stadtzentrum mit seinen Einkaufsmöglichkeiten und die anderen Stadtgebiete in Fahrradreichweite.
Bis auf wenige Straßen beschränkt sich der Kfz-Verkehr auf Anlieger. Daher sind viele Wohnstraßen ideal mit dem Fahrrad zu befahren. Ortskundige werden daher meist ihre bevorzugten Wege selbst bestimmen.
Diesen Bereich schließen folgende drei Routen (V7 – V9) an unser vorgeschlagenes Netz an: • V7: Ahrensburger Redder bis Manhagener Allee, • V8: Ahrensfelde - U-Ahrensburg-Ost – Innenstadt, • V9: Siedlung Am Hagen bis Innenstadt.
Ahrensburg Gartenholz und Gewerbegebiet Nord Das Gartenholz ist ein dicht besiedeltes Wohnquartier, welches durch eine Ringstraße erschlossen wird. Im Quartier liegt auch das Kulturzentrum Marstall. In Kürze wird dort der neue Bahnhaltepunkt Gartenholz eröffnet. Über die Bahnlinie führt die sogenannte Famila-Brücke als einzige Verbindung in das Gewerbegebiet Nord.
• V2: (U-Ahrensburg-West bis Schloß Ahrensburg-) Gartenholz-Gewerbegebiet Nord, • V6: Beimoorweg bis Innenstadt.
Innenstadt Das zentrale Gebiet innerhalb des Innenstadtrings wurde in diesem Konzept bewusst ausgeklammert, da hier strukturelle Hindernisse für den Fahrradverkehr bestehen. Wir sehen durchaus die Notwendigkeit, eine Querung der Innenstadt über das Rondeel per Fahrrad zu ermöglichen, dies bedarf jedoch einer detaillierten Planung, die nicht Gegenstand des Konzeptes sein soll. Allerdings sollte die Beschilderung der Velorouten auch im Zentrum weitergeführt werden.
4.1 Verlauf der 9 Alltagsrouten (Velorouten)
V1: U-Ahrensburg West bis Zentrum Ahrensburg U-Ahrensburg West -> Waldemar Bonsels- Weg -> Richard-Dehmel-Str. -> Theodor-Storm-Straße -> Klaus-Groth-Straße
Beginnend beim U-Ahrensburg West geht es hier, ampelfrei, durch eine Mischung aus ruhigen Wohnstraßen und bestehender Fahrradstraße.
Maßnahmen Verlängerung der Fahrradstraße Klaus-Groth-Str. auf dem Teilstück zwischen Stormarnstr. und Manfred-Samusch-Str. Fortführung des abgeteilten Radstreifens auf dem Waldemar-Bonsels-Weg bis zur Sackgasse am Rantzauplatz.
V2: U-Ahrensburg-West bis Schloß Ahrensburg-Gartenholz-Gewerbegebiet Nord über W. Bonsels-Weg -> Wanderweg Katzenbuckel -> Friedrich-Hebbel-Str. -> Friedensallee -> Mühlenredder -> Lübecker Straße -> Gartenholz -> Lübecker Straße -> Bei der Doppeleiche -> Große Straße
Meistens mit wenig Autoverkehr, ampelfrei, Mischung aus ruhigen Wohnstraßen und Schotteruntergrund des Katzenbuckels. Wunderschöne „grüne“ Strecke durch Alleen und Wanderweg. Am Ende der Mühlenredders an der LSA die Straßenseite wechseln, dann je nach Wetter entweder der Straße Gartenholz bis zum Bahnhaltepunkt folgen oder dem Wanderweg „Durchs Gartenholz“ folgen und bei Erreichen des alten Postwegs zum Haltepunkt abbiegen oder ins Gewerbegebiet über die Familabrücke geradeaus weiterfahren.
Maßnahmen Fortführung des abgeteilten Radstreifens auf dem Waldemar-Bonsels-Weg bis zur Sackgasse am Rantzauplatz. Verbreiterung und Befestigung des Katzenbuckels.
V3: Stadtteil Wulfsdorf bis Zentrum Ahrensburg über Wulfsdorfer Weg -> Fritz-Reuter-Straße -> An der Doppeleiche -> Große Straße
Dieser direkte Weg ins Stadtzentrum führt über den geplanten Ausbau des verkehrsberuhigten Wulfsdorfer Wegs zwischen Bornkampsweg und Am Haidschlag in die vielbefahrene Strecke Wulfsdorfer Weg/Fritz-Reuter-Str./Doppeleiche an Radwegen entlang, die nur wenig mit dem hier vorgestellten Konzept an Velorouten gemeinsam haben. Die Wege auf beiden Seiten der Straße sind eng, oft mit Pkws zugeparkt, mit sehr vielen, teilweise unübersichtlichen Einmündungen. Maßnahmen Straßenmarkierungsarbeiten (wie an der Einmündung Immanuel-Kant-Str.) an den zahlreichen Einmündungen am Wulfsdorfer Weg. Entschärfung bzw. Abbau der Höhenunterschiede bei Häusereinfahrten.
V4: Reesenbüttler Redder bis Zentrum Ahrensburg Schulzentrum -> Lilienweg -> Mühlenredder/Rümsbarg -> Berufsschule -> Grauer Esel -> Stormarnplatz
Die auf den ersten Blick komplizierte Routenführung belohnt durch eine attraktive Strecke abseits der Hauptstraßen. Mischung aus Wohnstraßen und Wanderwegen.
Maßnahmen Baumaßnahmen erforderlich am Nordende des Grauen Esels (beim Schlecker-Markt/Kiosk), um die Verbindung zum Wanderweg Rümsbarg herzustellen. Befestigung des Grauen Esels.
V5: (Bünningstedt-) Neubaugebiet Buchenweg bis Bahnhof Ahrensburg (Över’n Acker ->) Buchenweg -> Reesenbüttler Graben -> Parkplatz An der Reitbahn -> Stormarnstr. -> Bahnhof Ahrensburg
Eine sehr attraktive und direkte Route vom Norden kommend zum Bahnhof Ahrensburg und ggf. weiter zur Stadtmitte. Der bestehende Wanderweg Reesenbüttler Graben zeichnet sich durch schönen Baumbestand und eine ausreichende Breite aus.
Maßnahmen Befestigung des Reesenbüttler Grabens Am südlichen Ende des Wanderwegs am Parkplatz „An der Reitbahn“ muß eine adäquate Verbindung bis zur Stormarnstr. hergestellt werden. Vorschlag: Die nördlichste der insgesamt drei Zufahrten zum Parkplatz schließen und den gewonnenen Raum nutzen.
V6: Beimoorweg bis Innenstadt
Beimoorweg -> Bahntrasse - > Woldenhorn -> Innenstadt
Vom Gewerbegebiet Nord kommend fährt man den Beimoorweg bis zur Kreuzung Ostring und quert an der Ampel. Parallel zur Bahntrasse verläuft der Radweg bis Woldenhorn.
Maßnahmen: Gleichberechtigung für Radfahrer an der „Bettelampel“ am Beimoorknoten.
V7: Ahrensburger Redder bis Innenstadt Ahrensburger Redder -> Vierbergen -> Manhagener Allee ->Innenstadt
Als Anbindung der Siedlung „Ahrensburger Redder“ in Richtung Innenstadt eignet sich die verkehrsberuhigte Straße „Vierbergen“, die auf Höhe der U-Bahnbrücke durch eine Sperre unterbrochen wurde. Weiter Richtung Innenstadt auf der Manhagener Allee, über die Waldstraße durch die Schnecke am Bahnhof oder durch die Bismarckallee Richtung Schnecke Fannyhöh. Maßnahmen: Erleichterung der Querung der Manhagener Allee. Sanierung der Straßendecke in der Bismarckallee sowie eine Einstufung als Fahrradroute oder Tempo 30 Zone.
V8: Ahrensfelde - U-Ahrensburg-Ost – Innenstadt
Dorfstraße -> Starweg -> Ahrensfelder Weg -> Waldstraße
Der Stadtteil Ahrensfelde kann über den Starweg und die vorhandenen Fahrradstraßen Ahrensfelder Weg und Waldstraße hervorragend angebunden werden.
Maßnahmen: Befestigung des Starwegs (Anfang) Ahrensfelder Weg südlich der U-Bahn Tempobegrenzung und Erneuerung der Radverkehrsführung
V9: Siedlung Am Hagen bis InnenstadtDänenweg -> Am Hagen -> Hagener Allee -> Bahnhof
Eine direkte Fahrradroute bietet sich für Bewohner „Am Hagen“ und „Waldgut Hagen“ Richtung Innenstadt an. Diese Strecke ist eine der meistfrequentierten Velorouten Ahrensburgs, obwohl sie im Bereich der Hagener „Allee“ die Anforderungen an eine gute Radverkehrsführung wegen der räumlichen Enge eigentlich nicht erfüllt.
Maßnahmen Im Bereich Dänenweg, Am Hagen und Hagener Allee geeignete und sichere Kennzeichnung der Radverkehrsführung.
4.2 Freizeitroute „Grüner Gürtel“
Schloß - Mühlenredder - Promenadenweg - L225 Richtung Bünningstedt - Över'n Acker - Eschenweg - Am Golfplatz - Richtung Bredenbeker Teich - Am Bocksberg - Wanderweg Sahlmannsberg - Schreberweg - Hinter dem Jüdischen Friedhof - Wanderweg am Blockhaus - Querung Rantzaustraße - Waldemar-Bonsels-Weg - Querung Hamburger Straße - Bahnbrücke Richtung Kuhlenmoorweg - Liebespfad - Schule Am Aalfang bis Manhagener Allee - Auewanderweg - Fannyhöh – Schnecke - Kastanienallee - Schloss
Die beschriebene Route umrundet die Stadt wie ein grüner Gürtel. Von diesem Weg aus erreicht man weitere Fahrradwanderwege, die Ahrensburg berühren. Dies sind die L225 nach Bünningstedt und weiter zum Duvenstedter Brook, vom Golfplatz Richtung Bergstedt, U-Bahn Ost durch Siedlung Hagen nach Meiendorf und von der Manhagener Allee Richtung Ahrensfelde und Lütjensee. Da entlang der Strecke mehrere Spielplätze berührt werden, eignet sie sich auch sehr gut für Familien mit Kindern. Die Strecke von ca. 17 km führt mit wenigen Ausnahmen abseits asphaltierter Straßen und bietet einen Einblick in stadtnahe Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
Maßnahmen Beseitigung einiger Engstellen, z.B. Auewanderweg
4.3 Verknüpfung mit überörtlichen Radwanderwegen
In Richtung zu allen angrenzenden Ortsteilen bestehen gute Wege oder Anlagen für Wege, die eine Nutzung auch im überörtlichen Nahbereich ermöglichen. Im Einzelnen sind dies:
R1: Richtung Rahlstedt Rahlstedt lässt sich entweder direkt über einen Radweg entlang der B75 erreichen oder über eine schöne, aber nicht schlechtwettergeeignete Strecke durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum. Diesen Weg erreicht man von der Innenstadt aus über Hagener Allee oder Ahrensfelder Weg. Dann über die Straße „Am Hagen“ und den Pionierweg in den Ginsterweg. Durch den Höltigbaum wäre eine gute Ausschilderung nötig. R2: Richtung Volksdorf Der Anschluss nach Volksdorf gelingt über den Bornkampsweg. Dieser ist entweder von der Hamburger Str. oder bevorzugt über den Wulfsdorfer Weg zu erreichen. Der Bornkampsweg ist in keinem guten baulichen Zustand. Jedoch sind sowohl am Bornkampsweg, als auch am Wulfsdorfer Weg bereits Maßnahmen des Straßenbaus geplant. R3: Richtung Bünningstedt/HH-Bergstedt Der Anschluss Richtung Bünningstedt erfolgt über die L225. Von Ahrensburg aus ist ein Anschluss an diese Straße auf vielfältige Weise möglich. Aus dem Gartenholz/Gewerbegebiet Nord wird die Straße über den Mühlenredder bzw. Am Tiergarten erreicht. Bei gutem Wetter kann der Promenadenweg entlang der Aue genutzt werden. Problematisch ist allerdings der Wechsel auf den einseitigen Radweg auf der westlichen Straßenseite. Aus dem Bereich der Innenstadt kann dem Grünstreifen bis zum Buchenweg gefolgt werden und dann mit dem Weg „Över'n Acker“ die L225 erreicht werden. Auf dieser Strecke ist der Belag Grand, also für sehr nasses Wetter nur bedingt geeignet. Aus dem westlichen Teil Ahrensburgs kann die Franz-Kruse-Straße genutzt werden, um Bünningstedt bzw. die L225 zu erreichen. Im weiteren Verlauf bietet diese Strecke auch einen Anschluss an HH-Bergstedt. R4: Richtung Delingsdorf/Bargteheide Entlang der B75 Richtung Lübeck besteht ein Radweg, der sich als direkte Verbindung Richtung Norden anbietet.
R5: Richtung Großhansdorf Von der Innenstadt kommend verläuft der Weg über die "Schnecke" bei Fannyhöh, weiter auf der Parkallee, dann die Unterführung zu „An der Eilshorst“ an. Die Verbindung von der Parkallee zur Aue müsste dazu allerdings befestigt werden. Großhansdorf erreicht man dann über die Hansdorfer Landstraße. Aus den Gewerbegebieten Nord und Beimoor Süd erreicht man diese Strecke über den den Ostring begleitenden Radweg, bis zum Abzweig „An der Eilshorst“. Bei schlechtem Wetter bietet sich der Weg über Manhagener Allee und Sieker Landstraße an. R6: Richtung Schmalenbeck/Siek Schmalenbeck und Ahrensfelde werden von der Innenstadt aus über die Manhagener Allee und dann entweder Sieker Landstraße oder Vierbergen erreicht. Beide Wege sind gut ausgebaut.
5. Abgleich mit früheren Radverkehrskonzepten Die unter 3. genannten Dokumentationen beschäftigen sich alle aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Fahrradverkehr. Es ist zu berücksichtigen, dass die Arbeiten zwischen den Jahren 1989 und 2000 entstanden sind. Im folgenden werden die Konzepte kurz vorgestellt:
6. Fazit Der ADFC Ahrensburg versteht die vorliegende Ausarbeitung als seinen Beitrag zur Diskussion um den „Masterplan Verkehr“, insbesondere das dort integrierte Radverkehrskonzept. Die Situation für Radfahrer in unserer Stadt ist vergleichsweise attraktiv, und Ahrensburger BürgerInnen greifen gern auf das Fahrrad als Verkehrsmittel zurück, was auch die jüngste Verkehrserhebung bestätigt. In einigen Bereichen sind schon schöne Radverkehrsanlagen vorhanden. Allerdings sind im innerstädtischen Bereich zahlreiche Maßnahmen (sowohl kurzfristig als auch langfristig) nötig, um aus einzelnen Teilstücken das hier vorgeschlagene Veloroutennetz sinnvoll zu realisieren, damit das Radfahren in und um Ahrensburg weiter gefördert wird. Eine verstärkte Nutzung des Fahrrades im Alltag hat für alle Bürger der Stadt positive Effekte. Der motorisierte Individualverkehr wird im Gegenzug automatisch entsprechend reduziert. Daraus folgen geringerer (Park-)Flächenbedarf, geringere Lärm- und Abgasbelastungen und folglich geringere Kosten für Verkehrsinfrastruktur. Mit geringen Mitteln so große Effekte für Wohnqualität und Umweltschutz zu erreichen, ist nur mit Investitionen in den Radverkehr möglich. Kontakt und Informationen: www.adfc-ahrensburg.de ADFC Ortsgruppe Ahrensburg Jürgen Hentschke (Sprecher) Die ADFC Ahrensburg "Radlergruppe" trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat um 20 Uhr im ATSV Vereinsheim, Neumann's Restaurant, Reeshoop 48, Ahrensburg. Gäste sind willkommen.
|
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. März 2011 um 21:33 Uhr |
























