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Geschrieben von: Jürgen Hentschke   
Donnerstag, den 04. März 2010 um 22:56 Uhr

Velorouten für Ahrensburg -

ein Beitrag zur Förderung

des Fahrradverkehrs

Vorschlag des ADFC Ahrensburg für ein
Veloroutennetz in und um die Schloßstadt

Januar 2010





 

 

Das Veloroutennetz


Velorouten für Ahrensburg -

ein Beitrag zur Förderung des Fahrradverkehrs

 

1. Vorwort

 

Die Stadt Ahrensburg im Süden des Kreises Stormarn eignet sich aufgrund ihrer Größe, des Geländes und des Klimas bevorzugt zum Radfahren. Eine Durchquerung der maximal 5 km großen Stadtachse in einer Richtung dauert ca. 30 min, natürliche Steigungen kommen kaum vor und es herrscht das ganze Jahr lang ein überwiegend mildes Klima ohne große Extreme. Damit liegen geradezu ideale Bedingungen vor, um viele innerstädtische Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Schon heute nutzen viele Bürger diese Möglichkeiten.

 

Ein dichtes Netz von Neben- und Wohnstraßen sowie Wegen für den Fuß- und Radverkehr bietet darüber hinaus eine hervorragende Infrastruktur, die für die Entwicklung des Alltags- und Freizeit­verkehrs ausgebaut werden kann.

 

Im September 2008 gründete sich die Ortsgruppe Ahrensburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) mit dem Ziel, die Bedingungen für das Fahrrad deutlich zu verbessern und die Freude am Radfahren zu fördern. Als Ergebnis dieser Arbeit wird jetzt ein Veloroutenkonzept vorgelegt, das einen konkreten Beitrag zu der kommunalpolitischen Diskussion leisten und Berücksichtigung im zu erarbeitenden "Masterplan Verkehr" finden soll. Gerade in der aktuellen Phase einer Neufassung des Flächennutzungsplans und der Notwendigkeit, zukünftig klimaschonende Mobilität zu fördern hat das Konzept eine realistische Chance, den Bürgern und Bürgerinnen der Stadt neue Optionen der Fortbewegung aufzuzeigen.

 

 

2. Ziele des Veloroutenkonzepts

Der vorliegende Vorschlag für ein Veloroutennetz verfolgt  folgende Ziele:

 

• Förderung des innerstädtischen Alltagsverkehrs

 

Fahrradrouten sollen dem Radler möglichst zügige und komfortable Verbindungen zu wichtigen Punkten in der Stadt ermöglichen. Als wichtige Punkte sind Schulen, Gewerbegebiete, das Stadtzentrum, Freizeiteinrichtungen sowie U- und Regionalbahnhöfe zu verstehen. Auf Alltags­routen soll der Fahrradverkehr möglichst nicht durch andere Verkehrsarten eingeschränkt werden. Das Fahren soll möglichst kreuzungsarm mit angemessener Geschwindigkeit möglich sein. Dazu sind Breite und Decke des Wegs entsprechend anzupassen. Durch die gezielte Ausweisung und den Ausbau von Alltagsrouten sollen klare Empfehlungen zur Routenwahl gegeben und so der Fahrradverkehr gebündelt werden. Damit soll das Fahrrad für die alltäglichen Wege als vollwertige Alternative zum Auto eingesetzt werden können.

 

• Ausweisung von Freizeitrouten

 

Als Fortbewegungsmittel in der Freizeit genießt das Fahrrad bereits einen guten Ruf und wird gern genutzt. Fahrradfahren in der Freizeit fördert die Entspannung, erhält die körperliche Fitness und bietet die Möglichkeit, Landschaft und Kulturstätten zu "erfahren”.

 

Mit der Ausweisung von Freizeitrouten soll den Bürgern und Bürgerinnen Ahrensburgs die Möglichkeit geboten werden, ungestört mit dem Rad auf Naherholungstour zu gehen. Der Standard der Wege kann niedriger als der der Alltagsrouten sein, Geschwindigkeit ist ein zweitrangiges Kriterium, Wege können gemeinsam mit Fußgängern genutzt werden. Wichtig ist die Freude an der Bewegung in der Natur.

 

 

 

• Anbindung an überregionale Routen

 

Außerhalb des Stadtgebiets verlaufen bereits zahlreiche kartierte und beschilderte Fahrrad­wander­­wege, die in benachbarte Orte oder durch touristisch reizvolle Regionen führen. Beispiele für Kartenmaterial sind die von der Sparkasse Holstein herausgegebenen Radwanderkarten für den Kreis Stormarn sowie die ADFC-Regionalkarte “Hamburg und Umgebung”  (Herausgeber: Bielefelder Verlag) und die Karte „Kreis Stormarn“ (Verlag Maiwald-Karten Norderstedt). Diese Wege sind jedoch nicht das Ergebnis einer Abstimmung unter benach­barten Orten, sondern entspringen der Planung einzelner Gruppen oder Initiativen. Durch Ahrensburg selbst verläuft außerdem kein Fernradweg.

 

Der ADFC Ahrensburg berücksichtigt überregionale Verbindungen nur insoweit als direkte Verbindungen in Nachbarorte aufgezeigt werden. Diese Wege bieten die Möglichkeit, schnell von einem Ort zum anderen zu gelangen und unterstreichen so auch Ahrensburgs Bedeutung als regionales Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Synergien mit Alltags- und lokalen Freizeitrouten werden genutzt, wo dies sinnvoll erscheint. Im Vorder­grund stehen hier eine gute Beschilderung und eine sichere Wegeführung. Im Rahmen des Konzepts werden vor­handene Routen aufgenommen und wo möglich mit dem innerstädtischen Netz sinnvoll verknüpft.

 

 

3. Erläuterungen zur Methodik

 

Vor der Auswahl der Strecken hat der ADFC Ahrensburg sich Gedanken gemacht, welche Routen für den Fahrradverkehr wünschenswert sind und Entwicklungspotential bieten. Dabei wurde der status quo berücksichtigt und vorhandene positive Lösungen mit in das Veloroutennetz integriert. Dies betrifft im wesentlichen einige in den letzten Jahren ausgewiesene Fahrrad­straßen und ausgebaute Fahrradwege entlang der Hauptstraßen.

 

Früher erarbeitete Konzepte wurden gesichtet und gewürdigt. Hier sind folgende Ausarbeitungen zu nennen:

 

  • Fahrradverkehr in Ahrensburg, Vorschläge für ein Radverkehrskonzept, BUND Ortsgruppe Mittelstormarn, 1989,
  • Stadt Ahrensburg, Gesamtstädtisches Radverkehrskonzept - Zwischenbericht - Planungsgemeinschaft Verkehr, 1993,
  • Dokumentation zum Zustand des Radverkehrsnetzes in Ahrensburg, Pedalo, Die Verkehrsinitiative Ahrensburg, 2000.

 

Der ADFC Ahrensburg möchte mit seinem Vorschlag jedoch eigene Akzente setzen, die dem heutigen Erfordernissen entsprechen. Daher unterscheidet er sich grundsätzlich von den früheren Arbeiten. Ein Abgleich mit den vorhandenen Konzepten erfolgt am Ende dieses Dokuments.

 

Die Auswahl der Routen erfolgte unter Berücksichtigung folgender Kriterien:

 

  • Velorouten für Alltags- und Freizeitverkehr führen möglichst abseits der Hauptverkehrs­straßen auf bevorzugt ausgebauten Strecken durch die Stadt.

 

  • Velorouten verbinden Stadtteile, Orte mit hohem Publikumsverkehr und Umsteigepunkte auf den öffentlichen Nahverkehr. Die Erarbeitung von Vorschlägen zur Wegeführung ist der Schwer­punkt dieser Ausarbeitung.

 

 

 

  • Das vorhandene Radwegenetz wird entlang stark befahrener Straßen als notwendig er­achtet, die Wege müssen jedoch in einen Zustand versetzt werden, der eine gefahrlose und hindernis­freie Benutzung erlaubt. Das vorliegende Veloroutenkonzept versteht sich jedoch nicht als Mängelerhebung bestehender Fahrradwege und setzt darauf auch keinen Schwerpunkt.

 

Die ausgewählten Routen wurden von Mitgliedern des ADFC Ahrensburg befahren und auf ihre Eignung hin beurteilt. Anschließend erfolgte eine Klassifizierung in Alltags-, Freizeit- und Rad­wander­wege. Einige Streckenabschnitte fallen in mehrere Kategorien. Die Routen wurden in einen Stadt­plan eingezeichnet und farblich getrennt markiert. In der Skizze bedeuten

 

Rot: Alltagsrouten - Bezeichnung „V“,

Grün: Freizeitrouten und unbefestigte Wege - Bezeichnung „F“,

Orange: Fernwege - Bezeichnung „R“,

Blau: existierende Fahrradstraßen.

 

Dort, wo der ADFC Ahrensburg strukturelle Maßnahmen für erforderlich hält, werden diese in den Routenbeschreibungen genannt.

Allgemein ist eine ausreichende Beschilderung der Wege nötig, damit der erwünschte Nutzungserfolg eintritt.

4. Das Routenkonzept

 

Ahrensburg West (westlich Aue und Bahntrasse):

Das Stadtzentrum mit seinen kommunalen und kommerziellen Angeboten, drei Schulkomplexe, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Bahnhöfe, das historische Schlossensemble, der dörflich geprägte Ortsteil Wulfsdorf, das Erholungsgebiet Bredenbeker Teich, Einfamilienhausviertel und Wohnblock­bebauung bilden diesen Teil der Stadt Ahrensburg. Es gibt ruhige Anwohnerstraßen, einige Fahrrad­straßen und ein Netz von Wanderwegen, die zum Fahrradfahren einladen.

 

Obwohl es in diesem Bereich zahlreiche Alternativen und Parallelstrecken gibt, die auch fahrrad­tauglich sind, hat der ADFC sich auf fünf Routen (V1 – V5) konzentriert, um ein engmaschiges Netz möglichst abseits des Kfz-Verkehrs zu erstellen.

 

Räumlich erstrecken sich diese fünf Routen wie folgt:

• V1: U-Bahn West bis Zentrum,

• V2: U-Bahn West bis Schloß Ahrensburg (-Gartenholz-Gewerbegebiet Nord),

• V3: Wulfsdorf bis Zentrum,

• V4: Reesenbüttler Redder bis Zentrum,

• V5: Buchenweg/Neubaugebiet bis Bahnhof Ahrensburg.

 

Bestehende Fahrradstraßen und Radwege ergänzen diese Routen, die sich sowohl für den Alltags­verkehr als auch als Zubringer zur Freizeitroute bzw. Fernrouten eignen.

Ahrensburg Süd und Ost:

Das Stadtgebiet südlich der DB-Strecke gliedert sich in die drei Siedlungs­bereiche Siedlung „Am Hagen“, Siedlung „Waldgut Hagen“ und den Innenstadtbereich südlich der Bahntrasse, die überwiegend aus Einfamilienhäusern auf großen Grundstücken bestehen.

 

 

 

Als wichtige Ziele für den Radverkehr sind der DB-Bahnhof Ahrensburg, der U-Bahnhof Ahrens­burg Ost, die Grundschulen "Am Aalfang", "Am Hagen", zwei Kindergärten und die Stormarn-Schule zu nennen. Darüber hinaus liegt das Stadtzentrum mit seinen Einkaufs­möglichkeiten und die anderen Stadtgebiete in Fahrradreichweite.

 

Bis auf wenige Straßen beschränkt sich der Kfz-Verkehr auf Anlieger. Daher sind viele Wohn­straßen ideal mit dem Fahrrad zu befahren. Ortskundige werden daher meist ihre bevorzugten Wege selbst bestimmen.

Diesen Bereich schließen folgende drei Routen (V7 – V9) an unser vorgeschlagenes Netz an:

• V7: Ahrensburger Redder bis Manhagener Allee,

• V8: Ahrensfelde - U-Ahrensburg-Ost – Innenstadt,

• V9: Siedlung Am Hagen bis Innenstadt.

Ahrensburg Gartenholz und Gewerbegebiet Nord

Das Gartenholz ist ein dicht besiedeltes Wohnquartier, welches durch eine Ringstraße erschlossen wird. Im Quartier liegt auch das Kulturzentrum Marstall.

In Kürze wird dort der neue Bahnhaltepunkt Gartenholz eröffnet.

Über die Bahnlinie führt die sogenannte Famila-Brücke als einzige Verbindung in das Gewerbegebiet Nord.

 

 

• V2: (U-Ahrensburg-West bis Schloß Ahrensburg-) Gartenholz-Gewerbegebiet Nord,

• V6: Beimoorweg bis Innenstadt.

 

Innenstadt

Das zentrale Gebiet innerhalb des Innenstadtrings wurde in diesem Konzept bewusst ausge­­­klammert, da hier strukturelle Hindernisse für den Fahrradverkehr bestehen. Wir sehen durch­­aus die Notwendigkeit, eine Querung der Innenstadt über das Rondeel per Fahrrad zu ermöglich­en, dies bedarf jedoch einer detaillierten Planung, die nicht Gegenstand des Konzeptes sein soll. Allerdings sollte die Beschilderung der Velorouten auch im Zentrum weitergeführt werden.

 

 

4.1 Verlauf der 9 Alltagsrouten (Velorouten)

 

V1: U-Ahrensburg West bis Zentrum Ahrensburg

U-Ahrensburg West -> Waldemar Bonsels- Weg -> Richard-Dehmel-Str. -> Theodor-Storm-Straße -> Klaus-Groth-Straße

Beginnend beim U-Ahrensburg West geht es hier, ampelfrei, durch eine Mischung aus ruhigen Wohn­straßen und bestehender Fahrrad­straße.

 

Maßnahmen

Verlängerung der Fahrradstraße Klaus-Groth-Str. auf dem Teilstück zwischen Stormarnstr. und Manfred-Samusch-Str.

Fortführung des abgeteilten Radstreifens auf dem Waldemar-Bonsels-Weg bis zur Sackgasse am Rantzauplatz.

 

 

 

V2: U-Ahrensburg-West bis Schloß Ahrensburg-Gartenholz-Gewerbegebiet Nord

über W. Bonsels-Weg -> Wanderweg Katzenbuckel -> Friedrich-Hebbel-Str. -> Friedensallee -> Mühlenredder -> Lübecker Straße -> Gartenholz -> Lübecker Straße -> Bei der Doppeleiche -> Große Straße

Meistens mit wenig Autoverkehr, ampelfrei, Mischung aus ruhigen Wohnstraßen und Schotter­untergrund des Katzenbuckels. Wunderschöne „grüne“ Strecke durch Alleen und Wanderweg.

Am Ende der Mühlenredders an der LSA die Straßenseite wechseln, dann je nach Wetter entweder der Straße Gartenholz bis zum Bahnhaltepunkt folgen oder dem Wanderweg „Durchs Gartenholz“ folgen und bei Erreichen des alten Postwegs zum Haltepunkt abbiegen oder ins Gewerbegebiet über die Familabrücke geradeaus weiterfahren.

 

 

Maßnahmen

Fortführung des abgeteilten Radstreifens auf dem Waldemar-Bonsels-Weg bis zur Sackgasse am Rantzauplatz.

Verbreiterung und Befestigung  des Katzenbuckels.

 

 

V3: Stadtteil Wulfsdorf bis Zentrum Ahrensburg

über Wulfsdorfer Weg -> Fritz-Reuter-Straße -> An der Doppeleiche -> Große Straße

Dieser direkte Weg ins Stadtzentrum führt über den geplanten Ausbau des verkehrsberuhigten Wulfsdorfer Wegs zwischen Bornkampsweg und Am Haidschlag in die vielbefahrene Strecke Wulfsdorfer Weg/Fritz-Reuter-Str./Doppeleiche an Radwegen entlang, die nur wenig mit dem hier vorgestellten Konzept an Velorouten gemeinsam haben. Die Wege auf beiden Seiten der Straße sind eng, oft mit Pkws zugeparkt, mit sehr vielen, teilweise unübersichtlichen Einmündungen.

Maßnahmen

Straßenmarkierungsarbeiten (wie an der Einmündung Immanuel-Kant-Str.) an den zahlreichen Einmündungen am Wulfsdorfer Weg.

Entschärfung bzw. Abbau der Höhenunterschiede bei Häusereinfahrten.

 

V4: Reesenbüttler Redder bis Zentrum Ahrensburg

Schulzentrum -> Lilienweg -> Mühlenredder/Rümsbarg -> Berufsschule -> Grauer Esel -> Stormarnplatz

Die auf den ersten Blick komplizierte Routenführung belohnt durch eine attraktive Strecke abseits der Hauptstraßen. Mischung aus Wohnstraßen und Wanderwegen.

 

 

Maßnahmen

Baumaßnahmen erforderlich am Nordende des Grauen Esels (beim Schlecker-Markt/Kiosk), um die Verbindung zum Wanderweg Rümsbarg herzustellen.

Befestigung des Grauen Esels.

 

V5: (Bünningstedt-) Neubaugebiet Buchenweg bis Bahnhof Ahrensburg

(Över’n Acker ->) Buchenweg -> Reesenbüttler Graben -> Parkplatz An der Reitbahn -> Stormarnstr. -> Bahnhof Ahrensburg

Eine sehr attraktive und direkte Route vom Norden kommend zum Bahnhof Ahrensburg und ggf. weiter zur Stadtmitte. Der bestehende Wanderweg Reesenbüttler Graben zeichnet sich durch schönen Baumbestand und eine ausreichende Breite aus.

 

Maßnahmen

Befestigung des Reesenbüttler Grabens

Am südlichen Ende des Wanderwegs am Parkplatz „An der Reitbahn“ muß eine adäquate Verbindung bis zur Stormarnstr. hergestellt werden. Vorschlag: Die nördlichste der insgesamt drei Zufahrten zum Parkplatz schließen und den gewonnenen Raum nutzen.

V6: Beimoorweg bis Innenstadt

Beimoorweg -> Bahntrasse - > Woldenhorn -> Innenstadt

Vom Gewerbegebiet Nord kommend fährt man den Beimoorweg bis zur Kreuzung Ostring und quert an der Ampel. Parallel zur Bahntrasse verläuft der Radweg bis Woldenhorn.

 

Maßnahmen:

Gleichberechtigung für Radfahrer an der „Bettelampel“ am Beimoorknoten.

 

V7: Ahrensburger Redder bis Innenstadt

Ahrensburger Redder -> Vierbergen -> Manhagener Allee ->Innenstadt

Als Anbindung der Siedlung „Ahrensburger Redder“ in Richtung Innenstadt eignet sich die ver­kehrs­beruhigte Straße „Vierbergen“, die auf Höhe der U-Bahnbrücke durch eine Sperre unter­brochen wurde. Weiter Richtung Innenstadt auf der Manhagener Allee, über die Waldstraße durch die Schnecke am Bahnhof oder durch die Bismarckallee Richtung Schnecke Fannyhöh.

Maßnahmen:

Erleichterung der Querung der Manhagener Allee.

Sanierung der Straßendecke in der Bismarckallee sowie eine Einstufung als Fahrradroute oder Tempo 30 Zone.

 

V8: Ahrensfelde - U-Ahrensburg-Ost – Innenstadt

 

Dorfstraße -> Starweg -> Ahrensfelder Weg -> Waldstraße

Der Stadtteil Ahrensfelde kann über den Starweg und die vorhandenen Fahrradstraßen Ahrensfelder Weg und Waldstraße hervorragend angebunden werden.

 

Maßnahmen:

Befestigung des Starwegs (Anfang)

Ahrensfelder Weg südlich der U-Bahn Tempobegrenzung und Erneuerung der Radverkehrsführung

 

V9: Siedlung Am Hagen bis Innenstadt

Dänenweg -> Am Hagen -> Hagener Allee -> Bahnhof

Eine direkte Fahrradroute bietet sich für Bewohner „Am Hagen“ und „Waldgut Hagen“ Richtung Innenstadt an. Diese Strecke ist eine der meistfrequentierten Velorouten Ahrensburgs, obwohl sie im Bereich der Hagener „Allee“ die Anforderungen an eine gute Radverkehrsführung  wegen der räumlichen Enge eigentlich nicht erfüllt.

Maßnahmen

Im Bereich Dänenweg, Am Hagen und Hagener Allee geeignete und sichere Kennzeichnung der Radverkehrsführung.

 

4.2 Freizeitroute „Grüner Gürtel“

 

Schloß - Mühlenredder - Promenadenweg - L225 Richtung Bünningstedt - Över'n Acker - Eschenweg - Am Golfplatz - Richtung Bredenbeker Teich - Am Bocksberg - Wanderweg Sahlmannsberg - Schreberweg - Hinter dem Jüdischen Friedhof - Wanderweg am Blockhaus - Querung Rantzaustraße - Waldemar-Bonsels-Weg - Querung Hamburger Straße - Bahnbrücke Richtung Kuhlenmoorweg - Liebespfad - Schule Am Aalfang bis Manhagener Allee - Auewanderweg - Fannyhöh – Schnecke - Kastanienallee - Schloss

 

 

Die beschriebene Route umrundet die Stadt wie ein grüner Gürtel. Von diesem Weg aus erreicht man weitere Fahrradwanderwege, die Ahrensburg berühren. Dies sind die L225 nach Bünning­stedt und weiter zum Duvenstedter Brook, vom Golfplatz Richtung Bergstedt, U-Bahn Ost durch Siedlung Hagen nach Meiendorf und von der Manhagener Allee Richtung Ahrensfelde und  Lütjensee. Da entlang der Strecke mehrere Spielplätze berührt werden, eignet sie sich auch sehr gut für Familien mit Kindern. Die Strecke von ca. 17 km führt mit wenigen Ausnahmen abseits asphaltierter Straßen und bietet einen Einblick in stadtnahe Natur- und Landschaftsschutzgebiete.

 

Maßnahmen

Beseitigung einiger Engstellen, z.B. Auewanderweg

4.3 Verknüpfung mit überörtlichen Radwanderwegen

 

In Richtung zu allen angrenzenden Ortsteilen bestehen gute Wege oder Anlagen für Wege, die eine Nutzung auch im überörtlichen Nahbereich ermöglichen. Im Einzelnen sind dies:

R1: Richtung Rahlstedt

Rahlstedt lässt sich entweder direkt über einen Radweg entlang der B75 erreichen oder über eine schöne, aber nicht schlechtwettergeeignete Strecke durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum. Diesen Weg erreicht man von der Innenstadt aus über Hagener Allee oder Ahrensfelder Weg. Dann über die Straße „Am Hagen“ und den Pionierweg in den Ginsterweg. Durch den Höltig­baum wäre eine gute Ausschilderung nötig.

R2: Richtung Volksdorf

Der Anschluss nach Volksdorf gelingt über den Bornkampsweg. Dieser ist entweder von der Hamburger Str. oder bevorzugt über den Wulfsdorfer Weg zu erreichen. Der Bornkampsweg ist in keinem guten baulichen Zustand. Jedoch sind sowohl am Bornkampsweg, als auch am Wulfsdorfer Weg bereits Maßnahmen des Straßenbaus geplant.

R3: Richtung Bünningstedt/HH-Bergstedt

Der Anschluss Richtung Bünningstedt erfolgt über die L225. Von Ahrensburg aus ist ein Anschluss an diese Straße auf vielfältige Weise möglich. Aus dem Gartenholz/Gewerbegebiet Nord wird die Straße über den Mühlenredder bzw. Am Tiergarten erreicht. Bei gutem Wetter kann der Promenadenweg entlang der Aue genutzt werden. Problematisch ist allerdings der Wechsel auf den einseitigen Radweg auf der westlichen Straßenseite.

Aus dem Bereich der Innenstadt kann dem Grünstreifen bis zum Buchenweg gefolgt werden und dann mit dem Weg „Över'n Acker“ die L225 erreicht werden. Auf dieser Strecke ist der Belag Grand, also für sehr nasses Wetter nur bedingt geeignet.

Aus dem westlichen Teil Ahrensburgs kann die Franz-Kruse-Straße genutzt werden, um Bünningstedt bzw. die L225 zu erreichen. Im weiteren Verlauf bietet diese Strecke auch einen Anschluss an HH-Bergstedt.

R4: Richtung Delingsdorf/Bargteheide

Entlang der B75 Richtung Lübeck besteht ein Radweg, der sich als direkte Verbindung Richtung Norden anbietet.

R5: Richtung Großhansdorf

Von der Innenstadt kommend verläuft der Weg über die "Schnecke" bei Fannyhöh, weiter auf der Parkallee, dann die Unterführung zu „An der Eilshorst“ an. Die Verbindung von der Parkallee zur Aue müsste dazu allerdings befestigt werden. Großhansdorf erreicht man dann über die Hansdorfer Landstraße. Aus den Gewerbegebieten Nord und Beimoor Süd erreicht man diese Strecke über den den Ostring begleitenden Radweg, bis zum Abzweig „An der Eilshorst“. Bei schlechtem Wetter bietet sich der Weg über Manhagener Allee und Sieker Landstraße an.

R6: Richtung Schmalenbeck/Siek

Schmalenbeck und Ahrensfelde werden von der Innenstadt aus über die Manhagener Allee und dann entweder Sieker Landstraße oder Vierbergen erreicht. Beide Wege sind gut ausgebaut.

5. Abgleich mit früheren Radverkehrskonzepten

Die unter 3. genannten Dokumentationen beschäftigen sich alle aus unterschiedlichen Perspek­tiven mit dem Fahrradverkehr. Es ist zu berücksichtigen, dass die Arbeiten zwischen den Jahren 1989 und 2000 entstanden sind. Im folgenden werden die Konzepte kurz vorgestellt:

 

  • BUND-Konzept
    In dem von der BUND-Gruppe ausgearbeiteten Vorschlag werden die vorhandenen Fahrradwege in der Stadt beurteilt und zu einem Netz mit überörtlicher Anbindung verknüpft. Ein Schwerpunkt wird auf eine Bestandserhebung des Zustands der Radwege gesetzt. Es werden bereits Routen vorgeschlagen, die auch Bestandteil dieses Vor­schlages sind. Beispielhaft werden die Routen U-Bahnhof Ahrensburg Ost - Schloß sowie Ahrensfelde - Zentrum genannt. Jedoch wird der Bedeutung von existierenden Radwegen entlang Hauptverkehrsstraßen große Bedeutung beigemessen. Teilweise wurden Forderungen aus dem Konzept inzwischen umgesetzt wie die Ausweisung des Ahrensfelder Wegs als Fahrradstraße.
  • Konzept der Planungsgruppe Verkehr (PGV)
    Die Studie aus dem Jahr 1993 definiert aufbauend auf Planungsdaten wie Wegenetz, Quellen/Ziele und Radverkehrsaufkommen ein Wunschliniennetz. Dieses Netz zeigt abstrakte Verbindungen zwischen Quellen und Zielen auf, ohne auf die realen Radwege einzugehen. Das Wunschliniennetz wird dann auf Straßen und Wege umgelegt, wobei ein Alltags- und ein Freizeitnetz definiert werden. Grundprinzip ist hier stärker, den Fahrradverkehr abseits der großen Hauptstraßen zu bündeln. Allerdings wurde keine praktikable Lösung für die Durch­fahrung der Innenstadt aufgezeigt. Außerdem  ist das Alltagsnetz um einige Routen ergänzungs­bedürftig. Routen, die vom ADFC aufge­nommen wurden, sind die Strecken Siedlung Hagen-Zentrum sowie Wulfsdorfer Weg-Zentrum.
  • Pedalo-Konzept
    Die Arbeit aus dem Jahr 2000 wurde von einer Gruppe Ahrensburger Bürger erarbeitet und stellt im wesentlichen eine Mängelerhebung vorhandener Radwege dar. Ein eigener Vorschlag zur Ausweisung von Radrouten wird nicht gemacht.

 

6. Fazit

Der ADFC Ahrensburg versteht die vorliegende Ausarbeitung als seinen Beitrag zur Diskussion um den „Masterplan Verkehr“, insbesondere das dort integrierte Radverkehrskonzept.

Die Situation für Radfahrer in unserer Stadt ist vergleichsweise attraktiv, und Ahrensburger Bür­ger­Innen greifen gern auf das Fahrrad als Verkehrsmittel zurück, was auch die jüngste Ver­kehrs­erhebung bestätigt. In einigen Bereichen sind schon schöne Radverkehrsanlagen vorhanden. Allerdings sind im innerstädtischen Bereich zahlreiche Maßnahmen (sowohl kurzfristig als auch langfristig) nötig, um aus einzelnen Teil­stücken das hier vorgeschlagene Veloroutennetz sinnvoll zu realisieren, damit das Radfahren in und um Ahrens­burg weiter gefördert wird. Eine verstärkte Nutzung des Fahrrades im Alltag hat für alle Bürger der Stadt positive Effekte. Der motorisierte Individualverkehr wird im Gegenzug automatisch entsprechend reduziert. Daraus folgen geringerer (Park-)Flächenbedarf, geringere Lärm- und Abgasbelastungen und folglich geringere Kosten für Verkehrsinfrastruktur.

Mit geringen Mitteln so große Effekte für Wohnqualität und Umweltschutz zu erreichen, ist nur mit Investitionen in den Radverkehr möglich.

Kontakt und Informationen: www.adfc-ahrensburg.de

ADFC Ortsgruppe Ahrensburg

Jürgen Hentschke (Sprecher)
Dorfstr.43
22949 Ammersbek
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
04102/455 058

Die ADFC Ahrensburg "Radlergruppe" trifft sich jeden 2. Donnerstag im Monat um 20 Uhr im ATSV Vereinsheim, Neumann's Restaurant, Reeshoop 48, Ahrensburg. Gäste sind willkommen.

 


Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. März 2011 um 21:33 Uhr
 

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